wallgraben theater moderne unterhaltung drama

Kultur-Vor-Mittag

Am 20.5. zu Gast:

Peter Haug-Lamersdorf mit "Wer hebt das Aug´ zu Kunigonden?"


Für Heinrich Heine war es noch ganz klar:

In England ist die Liebe eine Tragödie,

in Frankreich eine Komödie,
in Italien eine Oper
und in Deutschland ein Melodram.

Aber was ist denn ein Melodram?

Diese Kunstgattung, die sich im 19. Jahrhundert allergrößter Beliebtheit erfreute, ist heute fast in Vergessenheit geraten. Kurz gesagt handelt es sich dabei um Kompositionen zum Vortrag von Gedichten – nicht für Gesang, sondern zur Rezitation (oder „Declamation“, wie man im 19. Jahrhundert noch sagte), also häufig relativ frei, oft aber rhythmisch, dynamisch und - in gewisser Weise - auch melodisch stark miteinander verknüpft und aneinander gebunden.

Melodramen sind Kunstwerke voller Inbrunst und Tragik aber auch viel Humor. Und so wollen wir unsere Zuschauer mitnehmen auf eine Reise ins 19. Jahrhundert, in die Zeit der „Declamation mit Musik“.

Unser Programm umfasst Vertonungen von Gedichten Friedrich Schillers, Gustav Schwabs und Gottfried August Bürgers und anderen durch Komponisten wie zum Beispiel Bernhard Anselm Weber, Michael Haller und Franz Liszt.


Rezitation: Peter Haug-Lamersdorf

Am Piano: Kersti Löscher


Samstag, 20. Mai, 11-12 Uhr im Foyer des Wallgraben Theaters
Eintritt frei!

 


 

Aktuelle Stücke

Aktuelle Veranstaltungen im Wallgraben Theater

 

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Hausproduktionen


 

Terror

Terror

von Ferdinand von Schirach, Premiere 14. Oktober 2016

Die Bühne: Ein Gericht.
Das Publikum: Die Schöffen.
 
Regie: Hans Poeschl
Mit: Sybille Denker / Regine Effinger / Helge Gutbrod / Matthias Happach / Natalia Herrera / Dietmar Kwoka
 
Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr, Typ Eurofighter, hat sich seinem Urteil zu stellen. Hat er richtig gehandelt, an jenem Tag, an dem er den Befehl erhielt, einen von Terroristen gekaperten Lufthansa-Airbus vom Kurs abzudrängen?

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"Spielen Sie doch einfach, was da steht" - LORIOT

Premiere 10. Dezember 2016

Regie: Christian Lugerth
Mit: Regine Effinger / Hans Poeschl / Natalia Herrera / Matthias Happach / Peter Haug-Lamersdorf / Jacco Venhuis
 

Auf vielfachen Wunsch - „Ich hätte gerne für die Zauberflöte, erste oder zweite Reihe Mitte vier Plätze. Drei Erwachsene und ein Riesenschnauzer.“ - wird unsere diesjährige Weihnachts-„Früher war mehr Lametta“-produktion die Loriot-Tradition des Hauses fortsetzen.

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Und jetzt: die Welt! - Oder: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen

Und jetzt: die Welt! - Oder: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen

von Sibylle Berg, Wiederaufnahme 4. Februar 2017

Sie sind klug, gut ausgebildet und leben in prekären Verhältnissen, weil auch das x-te Praktikum kein Geld bringt. Sie verkaufen selbstgekochte Drogen im Internet, schreiben Mode-Blogs und steigern den Marktwert ihres Körpers im Fitnessstudio, obwohl sie den Markt verachten. Sie kommunizieren per Skype, SMS, Chat oder Telefon, und doch bleibt da ein Gefühl von überwältigender Einsamkeit.

Es spielen: Camilla Kallfaß / Elisabeth Kreßler / Katharina Rauenbusch

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Geächtet

Geächtet

von Ayad Akhtar - Premiere 11. März 2017

Regie: Ralf Buron
Mit: Achim Barrenstein / Sabine Flack / Matthias Happach / Natalia Herrera / Florian Kleine 
 
Amir Kapoor lebt den amerikanischen Traum: Der Sohn pakistanischer Einwanderer ist Anwalt und arbeitet in einer renommierten jüdischen Kanzlei in New York. Er trägt teure Hemden, genießt gutes Essen und wohnt in einem Loft in der Upper East Side von Manhattan. Es geht ihm gut.

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Stück Plastik

Stück Plastik

von Marius von Mayenburg - Premiere 5. Mai 2017

Regie: Hans Poeschl
Mit: Regine Effinger / Matthias Happach / Natalia Herrera / Hans Poeschl / Martin Schurr
 
In dieser „Edelboulevard-Komödie“ nimmt der Autor die Mischung von Fremdenfeindlichkeit und verdruckster Deutschtümelei, Glutenunverträglichkeit und Hygienefimmel, Standesdünkel, Konsumgier und Weltelendsbetroffenheitsgetue treffend auf die Schippe.

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Gastspiele


 

Ullo von Peinen -

Ullo von Peinen - "Schien der Mond?"

Eine Nachtgeschichte aus „Tynset“ von Wolfgang Hildesheimer

Sonntag, 7. Mai 2017, 20 Uhr

Ein „Winterbett“ und ein „Sommerbett“. Zwischen diesen beiden entspinnt sich der nächtliche Monolog eines alternden Nichtschläfers. 

Zum Stück


Günter Fortmeier: Echt sauber!

Günter Fortmeier: Echt sauber!

Schwarzer Humor, der sich gewaschen hat

Montag, 15. Mai 2017, 20 Uhr

Günter Fortmeier (Gewinner des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2016) verwöhnt uns auch in seinem neuen Soloprogramm wieder mit einem Feuerwerk an handgemachten Leckereien.

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IMPRO-REIHE: ZUM LACHEN IN DEN KELLER

IMPRO-REIHE: ZUM LACHEN IN DEN KELLER

Improvisationstheater mit Syna-psen

Erregungsübertragung ist das erklärte Ziel. Lachen auf Stichwort – so improvisieren die beiden Schauspielerinnen Szenen und Geschichten aus dem Nichts. Mal tiefgründig, mal komisch, charmant und rasant. Erleben Sie eine Mischung aus Standup-Comedy, Improvisationstheater und Schauspiel.

Zum Stück

 

Lesungen


 

Literatur-Café: Ist das Kunst oder kann das weg?

Literatur-Café: Ist das Kunst oder kann das weg?

PHÄNOMEN KUNST: Was ist KUNST? Was darf KUNST? Was kann KUNST? Wozu KUNST überhaupt? Und wer hat darüber zu befinden? Der KRITIKER? Der KÜNSTLER? Der BETRACHTER? Die POLITIK? Das VOLK? Ist KUNST demokratisch legitimiert? Kann KUNST verboten werden? Wann, von wem, warum? Macht KUNST SINN? [...]

Zur Veranstaltung

 

Hausproduktionen

Hausproduktionen

Spielzeitvorschau für 2016/17:

(Zeichnungen Katharina Kreßler, ausgenommen Loriot)

 

Terror

Terror

von Ferdinand von Schirach, Premiere 14. Oktober 2016

Die Bühne: Ein Gericht.
Das Publikum: Die Schöffen.
 
Regie: Hans Poeschl
Mit: Sybille Denker / Regine Effinger / Helge Gutbrod / Matthias Happach / Natalia Herrera / Dietmar Kwoka
 
Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr, Typ Eurofighter, hat sich seinem Urteil zu stellen. Hat er richtig gehandelt, an jenem Tag, an dem er den Befehl erhielt, einen von Terroristen gekaperten Lufthansa-Airbus vom Kurs abzudrängen?

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"Spielen Sie doch einfach, was da steht" - LORIOT

Premiere 10. Dezember 2016

Regie: Christian Lugerth
Mit: Regine Effinger / Hans Poeschl / Natalia Herrera / Matthias Happach / Peter Haug-Lamersdorf / Jacco Venhuis
 

Auf vielfachen Wunsch - „Ich hätte gerne für die Zauberflöte, erste oder zweite Reihe Mitte vier Plätze. Drei Erwachsene und ein Riesenschnauzer.“ - wird unsere diesjährige Weihnachts-„Früher war mehr Lametta“-produktion die Loriot-Tradition des Hauses fortsetzen.

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Und jetzt: die Welt! - Oder: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen

Und jetzt: die Welt! - Oder: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen

von Sibylle Berg, Wiederaufnahme 4. Februar 2017

Sie sind klug, gut ausgebildet und leben in prekären Verhältnissen, weil auch das x-te Praktikum kein Geld bringt. Sie verkaufen selbstgekochte Drogen im Internet, schreiben Mode-Blogs und steigern den Marktwert ihres Körpers im Fitnessstudio, obwohl sie den Markt verachten. Sie kommunizieren per Skype, SMS, Chat oder Telefon, und doch bleibt da ein Gefühl von überwältigender Einsamkeit.

Es spielen: Camilla Kallfaß / Elisabeth Kreßler / Katharina Rauenbusch

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Geächtet

Geächtet

von Ayad Akhtar - Premiere 11. März 2017

Regie: Ralf Buron
Mit: Achim Barrenstein / Sabine Flack / Matthias Happach / Natalia Herrera / Florian Kleine 
 
Amir Kapoor lebt den amerikanischen Traum: Der Sohn pakistanischer Einwanderer ist Anwalt und arbeitet in einer renommierten jüdischen Kanzlei in New York. Er trägt teure Hemden, genießt gutes Essen und wohnt in einem Loft in der Upper East Side von Manhattan. Es geht ihm gut.

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Stück Plastik

Stück Plastik

von Marius von Mayenburg - Premiere 5. Mai 2017

Regie: Hans Poeschl
Mit: Regine Effinger / Matthias Happach / Natalia Herrera / Hans Poeschl / Martin Schurr
 
In dieser „Edelboulevard-Komödie“ nimmt der Autor die Mischung von Fremdenfeindlichkeit und verdruckster Deutschtümelei, Glutenunverträglichkeit und Hygienefimmel, Standesdünkel, Konsumgier und Weltelendsbetroffenheitsgetue treffend auf die Schippe.

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39 Stufen

39 Stufen

Spielzeit: 18. Mai - 25. Juni 2011

Dauer: ca. 2 h
Darsteller: Sybille Denker, Markus Bölling Burkhard Wein und Ives Pancera
Regie: Christian Lugerth
Verlag: Rowohlt Theater Verlag

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Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen

Christine Brückner

Wiederaufnahme 29.10.2012, 20 Uhr

weitere Vorstellungen 30.10., 31.10., 02.11., 5.11.-8.11., 12.11.-14.11., 22.11., 23.11.

Dauer ca. 2 h

Mit Sybille Denker / Regine Effinger / Susanne Henneberger

Regie Steffi Bürger / Hans Poeschl /

Carola Ziemke

Verlag / Aufführungsrechte S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main

 

Sechs Frauen unterschiedlicher Epochen – sechs bekannte Lebensläufe. Doch was hat die Frauen in ihren bewegendsten Stunden wirklich beschäftigt? Was ist von ihren anfänglichen Träumen übrig geblieben? Konnten sie ihre Gedanken in ihrer Zeit laut formulieren? Sechs bewegende Monologe, die unterschiedlicher nicht sein könnten und auch in unserer emanzipierten Zeit noch Aussagekraft haben.

Das Wallgraben Theater gibt Ihnen eine Stimme: Christiane Goethe, Desdemona, Donna Laura, Effi Briest, Gudrun Ensslin und Megara halten ihre ungehaltenen Reden.

Regie Steffi Bürger / Hans Poeschl / Carola Ziemke

Mit Sybille Denker / Regine Effinger / Susanne Henneberger

UA 1984, Landesbühne Wilhelmshaven

Christine Brückner (1921-1996, Deutschland) war Roman- und Kinderbuchautorin. Ihre Romane „Jauche und Levkojen“ und „Nirgendwo ist Poenichen“ wurden als erfolgreiche Fernseh-Mehrteiler verfilmt. Die Monologe „Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ erfuhren nicht nur hohe Auflagen, sondern gehörten auch zu den meistgespielten Stücken ihrer Zeit.

 

Online Kartenvorverkauf

 

Regine Effinger Sybille Denker Susanne Henneberger

 

Kritik:

Fr, 12. Oktober 2012, Badischen Zeitung.

von Heidi Ossenberg

Mordswut im Bauch

Christine Brückners "Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen" im Freiburger Wallgraben Theater.

  1. Sybille Denker als Gudrun Ensslin in "Ungehaltene Frauen..." am Wallgraben-Theater Foto: Christine Deutsch

 

 

Was für ein schönes Wort: Ungehalten. Eines freilich mit (mindestens) zwei Bedeutungen. Ungehaltene Reden sind solche, die niemand hat hören können, weil sie nie gehalten wurden. Das Grimm’sche Wörterbuch beschreibt, was auf den zweiten Teil des Theaterstücktitels von Christine Brückner (1921-1996) passt: Ungehaltene Frauen sind solche, die sich nicht im Zaum halten können, die sich – höchst emotional – Raum schaffen für ihre Botschaften.

Dieser Raum auf der Kellerbühne des Freiburger Wallgraben Theaters ist denkbar schlicht gestaltet: Weiße Wände mit sechs darin eingelassenen Schubladen umfangen die Bühne. Drei unterschiedlich große, bewegliche Podeste, die im Laufe des Abends zum Bett von Desdemona werden, zum Stühlchen für die wartende Christiane von Goethe oder zur Gefängnispritsche von Gudrun Ensslin, stehen darauf. Carola Ziemkes Bühne ist klug komponiert: Nichts lenkt ab von den Monologen der sechs Frauen, die, obgleich sie lange tot oder ohnehin "nur" als Fiktion lebendig, noch immer Wichtiges zu sagen haben.

Ob "Goethes dickere Hälfte" Christiane, Petrarcas schöne Muse Donna Laura, Othellos treue Ehefrau Desdemona, Baron von Instettens blutjunge Gattin Effi Briest, Pastor Ensslins rebellische Tochter Gudrun oder Christine Brückners Lysistrate-Gegenspielerin Megara – sie alle haben eine Mordswut im Bauch. Auf die vornehme Gesellschaft, die ein "Gossenkind" nicht anerkennt. Auf Männer, die Frauen anbeten wie Heiligenstatuen – darüber aber deren Recht auf ein eigenes Leben vergessen. Auf Väter, die sich hinter bürgerlichen Phrasen verstecken und auf Geschlechtsgenossinnen, die Gutes wollen aber zu den falschen Mitteln greifen. Allesamt kluge Frauen sind das, denen die Schriftstellerin Brückner Anfang der 1980er Jahre klare Worte und authentische Gefühle mitgab – Worte und Gefühle, die heute noch genau so glaubwürdig erklingen, wie damals.

Wenn sie denn von Schauspielerinnen glaubwürdig verkörpert werden. Im Fall von Regine Effinger, Sybille Denker und Susanne Henneberger, die unter der Regie von Steffi Bürger, Carola Ziemke und Hans Poeschl ungehalten reden, kann das aus vollem Herzen bejaht werden. Ein wunderbarer Abend der Schauspielkunst!

Sich allein Raum zu verschaffen auf einer nahezu leeren Bühne ist sicher kein leichtes Unterfangen. Bei einem Monolog existiert in der Regel kein Gegenüber, niemand, auf den die Darstellerin reagieren kann, mit dem sie agieren kann. Umso klüger ist die Idee der drei Regisseure, ihren Schauspielerinnen Hilfsmittel zu verschaffen, die zudem noch mit subtiler Bedeutung aufgeladen sind: der Scherenschnitt von Dichter Goethe, das Mikrophon an der Zellendecke in Stammheim, der Mantel des Kriegshelden Othello.

Packend geraten so die Monologe, das Spiel der drei nacheinander in je zwei Rollen auftretenden Schauspielerinnen ist präzise und von einer wunderbaren Leichtigkeit getragen. Sybille Denker schlüpft nacheinander in so diametral verschiedene Figuren wie Christiane von Goethe und Gudrun Ensslin und beherrscht die Naivität der einen wie die kalte Verzweiflung der anderen. Schaudernd durchlebt man bei Regine Effinger Donna Lauras Qualen einer lebendig Begrabenen – um sich kurz danach über Effingers quirlige Prostituierte Megara zu amüsieren. Susanne Henneberger darf noch ein wenig langsamer sprechen – verleiht aber den jungen Ehefrauen Desdemona und Effi Briest großartig viel Herz und Verstand. Langer Beifall für ein zweistündiges Theaterfest.
– Weitere Termine bis 10. November.

Da kommt noch wer

Jon Fosse

Da kommt noch wer

Spielzeit: März-Mai 2013

Dauer: ca 1 Stunde, 10 Min.

Darsteller: Hans PoeschlRagna GuderianMichael Schmitter

Regie: Andreas von Studnitz
Verlag:

 

 

 


 


 

Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel

Er und Sie haben sich ein altes Haus gekauft, an einer verlassenen Küste. Hier wollen sie zusammen leben, bestätigen sie einander immer wieder: Beschwörungsformeln gegen das Eindringen der Außenwelt. Groß ist die Furcht: Was, wenn doch noch jemand kommt, so unwahrscheinlich dies auch scheinen mag. Und dann steht der Nachbar und frühere Besitzer des Hauses vor der Tür. Auslöser für neue Ängste und zerstörerische Eifersucht, die das Paar in einem schleichenden Prozess zermalmen.

Regie Andreas von Studnitz

Mit Hans Poeschl / Ragna Guderian / NN

Ua1996 Det Norske Teatret, Oslo

DSe 2001 Düsseldorfer Schauspielhaus

Jon Fosse (geboren 1959, Norwegen), ursprünglich Lyriker und Ro-

manautor, ist er heute einer der meistgespielten Gegenwartsautoren

auf allen großen Bühnen. Seine Stücke wurden in über 40 Sprachen

übersetzt.

 

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