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Und jetzt: die Welt! - Oder: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen

Und jetzt: die Welt! - Oder: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen

von Sibylle Berg

Premiere 6. Februar 2016, Wiederaufnahme 4. Februar 2017

 

[...] quicklebendige böse Mädchen mit grimmigem Humor. (BZ, Halter)

 

Inhalt

Sie sind klug, gut ausgebildet und leben in prekären Verhältnissen, weil auch das x-te Praktikum kein Geld bringt. Sie verkaufen selbstgekochte Drogen im Internet, schreiben Mode-Blogs und steigern den Marktwert ihres Körpers im Fitnessstudio, obwohl sie den Markt verachten. Sie kommunizieren per Skype, SMS, Chat oder Telefon, und doch bleibt da ein Gefühl von überwältigender Einsamkeit.

Eine junge Frau bilanziert in Sibylle Bergs «Text für eine Person und mehrere Stimmen» ihr bisheriges Leben: früher Mitglied einer brutalen Mädchengang, heute friedlich Yoga, früher unbeholfenes Knutschen mit Jungs im Zeltlager, heute Gender-Fragen und die Projekte «Sex» und «Liebe» mit Männern oder Frauen, früher hochfliegende Ideale, heute Pragmatismus. Sehnsucht ist etwas, das man hauptsächlich aus Filmen kennt, Familie ein Verbund, den man sich selbst zusammenstellt, und immer lauert draußen die Welt, stellt Forderungen und diktiert Bilder, denen man unmöglich genügen kann.
Gnadenlos und zugleich mit großer Zärtlichkeit porträtiert Sibylle Berg junge Frauen, die – schwankend zwischen Aggression und Apathie, Aufbruch und Abgeklärtheit – unsicher sind, wofür sie kämpfen sollen, und bei denen schon das Wort «wir» für berechtigte Skepsis sorgt.

Sibylle Berg, geb. 1962 in Weimar, lebt heute in Zürich. Sie schreibt Romane (15), Theaterstücke (18), Essays und Kolumnen (u.a. für die Neue Züricher Zeitung und Spiegel Online). Ihre Werke wurden in 34 Sprachen übersetzt. Berg unterrichtet Dramaturgie und ist Kopf des Regiekollektivs Berg & Förster. Ihr Theaterstück „Und jetzt: die Welt! Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“ wurde von der Fachzeitschrift Theater heute zum Stück des Jahres ernannt.

UA: 23.11.2013 Maxim Gorki Theater, Berlin, in Kooperation mit dem jungen theater basel

Im Frühjahr 2011 inszenierte Hans Poeschl am Wallgraben Theater bereits Sibylle Bergs „Nur nachts“.

 

Vorstellungen

Februar 2017

 

Dauer
75 min ohne Pause

Tickets

Tel. Kartenreservierung
0761 / 2 56 56

(Zu den Kassen­öffnungs­zeiten)

Online-Tickets
(über ReserviX)

 

 

Kritik

[...] drei Schauspielerinnen, die mit großer Spielfreude, Energie und Bewegungsdrang weibliche Überlebens- und Selbstoptimierungstrategien repräsentieren.

(Badische Zeitung, Halter)

 


 

Mitwirkende

 


 

Bilder

 

 

Öffnungszeiten Theaterkasse

Mo - Fr: 10.00 - 13.00 Uhr, Sa: 10.00 - 18.00 Uhr, sowie zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn

Tel. Kartenreservierung 0761 / 2 56 56
Online-Tickets 
(über Reservix)